Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Drehstart: Dokudrama über Johannes Kepler

Dreharbeiten u.a. in Tübingen und Wackershofen

Barbara Kepler (Lena Drieschner) und Johannes Kepler (Christoph Bach)
Barbara Kepler (Lena Drieschner) und Johannes Kepler (Christoph Bach) | SWR/Gruppe 5 Film GmbH

Die Dreharbeiten des MFG-geförderten Films von Christian Twente über den Wissenschaftler Johannes Kepler haben begonnen. Das Dokudrama erzählt die Geschichte des Lebens und Wirkens von Johannes Kepler mit Konzentration auf die wichtigste Phase: seine Zeit in Prag. Dabei wird eine Welt im Umbruch erfahrbar, in der moderne Gedanken neben dem Glauben an Hexen und Horoskope stehen, in der Konflikte zwischen den Konfessionen zu einem schrecklichen Krieg führen und in der ein genialer Geist, der seiner Überzeugung folgt, immer am Rande seiner Existenz steht.

 

Johannes Kepler: Naturwissenschaftler gegen alle Widerstände

Am 27. Dezember 1571 wird er in Weil der Stadt geboren. Es sind unruhige Zeiten, denn die Gegenreformation ist in vollem Gange. Weil Kepler überzeugter Protestant ist und nicht von seinem Glauben lassen will, muss er immer wieder fliehen. Genau so wenig will der Astronom und Mathematiker von seinem Weltbild lassen: Die Erde dreht sich um die Sonne, nicht umgekehrt, so seine Überzeugung – die sowohl bei der katholischen Kirche als auch bei seinen protestantischen Vorgesetzten auf erbitterten Widerstand stößt. Dabei geht es Kepler nur um eines: Er will wissenschaftlich exakt belegen, dass es nichts in der Natur gibt, für das Gott nicht einen genauen Plan hat, den der Mensch verstehen kann. Doch mit seinen Entdeckungen ist er seiner Zeit zu weit voraus. Im Rückblick erscheint es fast wie ein Wunder, dass Kepler – bedroht, verfolgt und angefeindet – die Gesetzmäßigkeiten entdeckt, nach denen sich die Planeten um die Sonne bewegen und damit zu einem der Begründer der modernen Naturwissenschaften wird.

 

Hochwertig produziertes Dokudrama

Der Film erzählt die Geschichte des Lebens und Wirkens von Johannes Kepler mit Konzentration auf die wichtigste Phase: seine Zeit in Prag. Das emotionale Dokudrama macht in hochwertig produzierten, dialogischen Spielszenen eine Welt im Umbruch erfahrbar, in der moderne Gedanken neben dem Glauben an Hexen und Horoskope stehen, in der Konflikte zwischen den Konfessionen zu einem schrecklichen Krieg führen und in der ein genialer Geist, der seiner Überzeugung folgt, immer am Rande seiner Existenz steht. Aufwändige CGIs machen die revolutionären Gedanken Keplers nachvollziehbar, Experten ordnen ein und erklären.

 

Das Team

Das Drehbuch dazu schrieb Susanne Utzt. In der Regie von Christian Twente spielt Christoph Bach („Dutschke“, Tatort, „Finsterwald“) die Hauptrolle des Johannes Kepler. Gedreht wird voraussichtlich bis Mitte Juli. Ausstrahlung voraussichtlich 2020 im SWR Fernsehen. In weiteren Rollen stehen u. a Ben Janssen („Das rote Rad“) und Heiko Pinkowski („Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel“) vor der Kamera von Martin Christ. „Johannes Kepler – der Himmelsstürmer“ (AT) wird von Gruppe 5 Film GmbH mit SWR und BR in Zusammenarbeit mit ARTE produziert, gefördert von der MFG. Produzenten ist Stefan Schneider, die Redaktion liegt bei Imogen Nabel (SWR).

 

Quelle: SWR

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