Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

MFG schreibt Thomas Strittmatter Preis aus

Bewerbungen können bis 1. Oktober 2019 eingereicht werden

Thomas Strittmatter auf einem Plakat
Thomas Strittmatter

Der renommierte Drehbuchpreis der MFG Filmförderung Baden-Württemberg wird bereits zum 22. Mal ausgeschrieben. Er wird im Februar 2020 während der Internationalen Filmfestspiele Berlin bei einer feierlichen Preisverleihung in der Berliner Vertretung des Landes Baden-Württemberg von Staatssekretärin Petra Olschowski und MFG-Geschäftsführer Prof. Carl Bergengruen vergeben. Bewerbungen sind bis zum 1. Oktober 2019 möglich.

Um den Thomas Strittmatter Preis können sich einzelne Autor*innen oder Teams bewerben. Neben deutschen können auch englischsprachige Drehbücher aller Genres für einen abendfüllenden Spielfilm eingereicht werden, die zum Zeitpunkt der Verleihung noch nicht verfilmt sein dürfen und keine Namen oder Copyright-Vermerke vom Verfasser aufzeigen. 

Voraussetzung für eine Bewerbung ist der Nachweis eines Baden-Württemberg-Bezugs, d.h. die Bewerber*innen müssen ihren ersten Wohnsitz in Baden-Württemberg haben oder einen wesentlichen Teil ihrer Biografie in Baden-Württemberg verbracht haben, oder die Handlung des Buches muss eindeutig und stimmig in Baden-Württemberg lokalisiert sein. Das Preisgeld ist frei verfügbar – wodurch dem Preisträger die bundesweit höchste Prämie für die Erstellung seines ausgezeichneten Drehbuches verliehen wird.

Eine Jury liest die Drehbücher anonym. Die Nominierten werden zur Preisverleihung während der Berlinale eingeladen und erhalten bereits für die Nominierung eine Prämie von 2.500 Euro.

Bewerbungsschluss: Dienstag, 1. Oktober 2019 (Eingang bei der MFG).

Unter thomas-strittmatter-preis.de stehen die Bewerbungsbedingungen und die aktuellen Bewerbungsformulare auf der Website der MFG Filmförderung Baden-Württemberg zum Download bereit.


Erfolgreiche Verfilmungen
Seit der Stiftung des Thomas Strittmatter Preises wurden sowohl junge Talente als auch etablierte Autor*innen zu Preisträger*innen gekürt. Die Auszeichnung ermöglicht den Autor*innen ein freies Arbeiten auf dem Weg zum fertigen Film und führte damit erfolgreich zur Verwirklichung vieler Drehbücher. Die Quote der Verfilmungen liegt bei rund 90 Prozent. 

Die Thomas Strittmatter Preis-Trägerin Nora Fingscheidt holte bei der Berlinale 2019 für „Systemsprenger“ den Silbernen Bären; ihr Film wurde aktuell von German Films als deutscher Beitrag ins Rennen um die Oscars® geschickt. In den Jahren zuvor wurden „Zuckersand“ (2003) von Dirk Kummer, „Es kommt der Tag“ (2008) von Susanne Schneider, „Bis aufs Blut Brüder auf Bewährung“ (2009) von Oliver Kienle, „Festung“ (2010) von Nicole Armbruster, „Fünf Jahre Leben“ (2011) von Stefan Schaller, „Willkommen bei Habib“ (2012) von Michael Baumann und Sabine Westermaier, „Die Blumen von gestern“ (2013) von Chris Kraus sowie zuletzt „A Gschicht über d’Lieb“ (2014) von Peter Evers, „Systemsprenger“ (2017) von Nora Fingscheidt, „Räuberhände“ (2018) von Gabriele Simon und Finn-Ole Heinreich sowie „Die Geschichte des Trümmermädchens Clara Schumann“ (2019) von Oliver Kracht verfilmt.
„A Gschicht über d’Lieb“ startet am 29. August in den Kinos, „Systemsprenger“ am 19. September 2019.


Hintergrundinformationen
Der am 18. Dezember 1961 in St. Georgen geborene Thomas Strittmatter verfasste zahlreiche Hörspiele, Romane und Drehbücher und studierte darüber hinaus Malerei an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Karlsruhe. Als Drehbuchautor schrieb er nach "Polenweiher" die Filmvorlagen für "Drachenfutter", "Das Königsstechen", "Winckelmanns Reisen", "Auf Wiedersehen Amerika", "Bohai Bohau" und "Viehjud Levi". 1994 wurde er mit dem Bayerischen Filmpreis-Drehbuchpreis ausgezeichnet. Strittmatter verstarb bereits im Alter von 33 Jahren an einem Herzinfarkt.
"Thomas Strittmatter war einer der herausragendsten jungen Theater-, vor allen Dingen aber auch Drehbuchautoren, die in der Bundesrepublik gewirkt haben und die beiden Regisseur*innen Jan Schütte und Didi Danquart, die vor allem mit ihm gearbeitet haben, sind ebenfalls dem Land eng verbunden", begründete die damalige MFG-Geschäftsführerin Gabriele Röthemeyer die Umbenennung des von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg gestifteten Preises von "Baden-Württembergischer Drehbuchpreis" in "Thomas Strittmatter Preis" im Jahr 2008.

 

Kontakt

 Uwe Rosentreter
Uwe Rosentreter

Leiter Stabsstelle Kommunikation und Veranstaltungsmanagement

Unit Filmförderung

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