35. Mannheimer Filmsymposium

Vom 5. bis zum 7. November 2021 findet das MFG-geförderte Symposium zum Thema „Magie der Illusion: Filmtricks und Special Effects in der filmischen Erzählung" statt.

35. Mannheimer Filmsymposium am 5. bis 7. November 2021 mit dem Thema "Magie der Illusionen - Filmtricks und Special Effects in der filmischen Erzählung"
35. Mannheimer Filmsymposium mit dem Thema „Magie der Illusion" | Bild: Cinema Quadrat Kommunales Kino Mannheim

Wir alle wissen: Der Film als solcher beruht bereits auf einem „Trick“. Die Kamera nimmt statische Einzelbilder auf, die dann mit – standardisiert – 24 Einzelbildern pro Sekunde in schneller Abfolge gezeigt werden. Aufgrund des Zusammenwirkens von stroboskopischer Bewegung und Nachbildwirkung (der sog. „Trägheit des Auges“) entsteht dadurch für das menschliche Auge die Illusion einer realen Bewegung. 

Das von der MFG geförderte 35. Mannheimer Filmsymposium widmet sich der Art und Weise, wie Tricks, Special Effects, Narration und Ästhetik einer illusionären Realität Glaubwürdigkeit verleihen. Es geht dabei sowohl um das Entstehen von Filmtricks wie auch um deren geschichtliche Entwicklung sowie um die Wirkung, die sie auf den Zuschauer haben (sollen). Darüber hinaus sollen die filmtheoretische Einordnung dieser Prozesse (Illusionismus vs. Realismus; Immersion vs. Dekonstruktion filmischen Erzählens) und der Blick auf die Zukunft nicht vergessen werden.

In acht Vorträgen und Werkstattgesprächen, mit sieben Filmen, in Diskussionsrunden und Gesprächen blickt das 35. Mannheimer Filmsymposium hinter die Kulissen der filmischen Illusion.

Vorträge

Im Eröffnungsvortrag wird der Publizist Andreas Jacke, Berlin, über die film-mythischen Grundlagen von optischen Tricks und Effekten sprechen. Die narrativen Funktionen von Special Effects beleuchtet die Berliner Medienwissenschaftlerin Katrin von Kap-herr. Der Filmhistoriker Rolf Giesen, einer der profiliertesten Filmwissenschaftler im Bereich von Filmtrick und Filmfantastik, referiert in einer Online-Videokonferenz die Geschichte des Filmtricks; er führt auch eine in der Sammlung Rolf Giesen der Deutschen Kinemathek vorhandene Trickfilmrolle der UFA aus den 1940er Jahren vor. Die Filmwissenschaftlerin Melanie Beisswenger aus Salzgitter erläutert am Beispiel der Gollum-Figur in Peter Jacksons „Herr der Ringe"-Filmen die Erschaffung digitaler, echt wirkender Kreaturen im Film. Der Mainzher Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger geht auf die drei Verfilmungen des "Das Ding aus einer anderen Welt"-Stoffes ein, auf die verschiedenen Effekt-Szenarien und die Horrorwirkungen. Die 1982er-Verfilmung durch John Carpenter mit Kurt Russell wird im Rahmen des Symposiums gezeigt.

Ein besonderer Höhepunkt ist der Vortrag von Frank Junghahn, der das Mannheimer Produktionsstudio LEDcave vorstellt: Das mit hochauflösenden LED-Modulen rundum bestückte Studio ermöglicht das Einfügen virtueller Hintergründe in Film- oder Fernsehproduktionen während der Aufnahme und nicht, wie bisher üblich, über das Bluescreen-Verfahren in der Postproduktion.

Den Link zur Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier

Quelle: Cinema Quadrat Mannheim

 

Mehr Infos:
Flyer 35. Symposium
Programm 35. Symposium
Webseite 35. Filmsymposium

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