Sonderausstellung zu Regisseur Werner Herzog in Berlin

Der Ehrenpreisträger des vom SWR und der MFG Baden-Württemberg vergebenen Deutschen Dokumentarfilmpreises, der Regisseur und Produzent Werner Herzog, feierte am vergangenen Montag seinen 80. Geburtstag

Die Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen in Berlin widmet „dem Kultregisseur“ Werner Herzog eine aktuelle Sonderausstellung, die noch bis zum 27. März 2023 am Potsdamer Platz zu sehen ist.

„Von kaum einem anderen Regisseur finden sich ähnlich viele Imitationen in den sozialen Netzwerken. Er hatte mehrere Gastauftritte bei den ‚Simpsons‘ und verhalf als Bösewicht der ‚Star Wars‘-Serie ‚The Mandalorian‘ zu besonderer Aufmerksamkeit. Nicht umsonst zählte ihn das ‚Time Magazine‘ 2009 zu den einflussreichsten Personen der Welt. Mit seinen rund 70 Spiel- und Dokumentarfilmen hat Herzog außergewöhnliche Bilder geschaffen. Sie gehen weit über das hinaus, was wir im Kino zu sehen gewohnt sind. Sein Werk reicht von Spielfilmen aus der Zeit des Neuen Deutschen Films über Hollywood-Produktionen mit Stars wie Nicole Kidman und Christian Bale bis zu eigenwilligen Dokumentarfilmen“, schreiben die Kuratoren der Deutschen Kinemathek, Kristina Jaspers und Rainer Rother.

Würdigung eines visionären Filmemachers

Die Berliner Ausstellung möchte Herzogs vielschichtiges Werk einem breiten Publikum vorstellen und es zugleich kritisch befragen. Dafür kann erstmals das umfangreiche Werner Herzog Archiv, das sich in der Deutschen Kinemathek befindet, ausgewertet werden: Dazu zählen ein ‚Werner Herzog ABC‘, zahlreiche unveröffentlichten Abbildungen, ein Grußwort von „Oscar“-Preisträgerin Chloé Zhao und exklusive Comiczeichnungen von Reinhard Kleist.

Zur Verleihung des Ehrenpreises des Deutschen Dokumentarfilmpreises im Juni würdigte SWR-Intendant Kai Gniffke Werner Herzog als „großen, visionären Filmemacher“: „Werner Herzog ist eine große Persönlichkeit, dessen Arbeit Generationen von Filmschaffenden inspiriert und beflügelt. Seit nun mehr bald sechs Jahrzehnten begibt er sich mit seiner Kamera in Teile unserer Welt, in die sich kein anderer Regisseur traute, um Geschichten auf eine Art und Weise zu erzählen, die niemand sonst überhaupt in Betracht zog. Seine Filme belegen eindrucksvoll, warum Werner Herzog als einer der kühnsten und visionärsten Filmemacher unserer Zeit gilt.“
 

Öffnungszeiten Museum für Film und Fernsehen: Freitag bis Montag und mittwochs: 10:00–18:00 UHr, donnerstags: 10:00–20:00 Uhr, dienstags geschlossen. Telefon: (0)30 300903-0

Weitere Informationen zur Ausstellung und den Terminen der Führungen:

https://www.deutsche-kinemathek.de/de/besuch/ausstellungen/werner-herzog

 

Quelle: Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen, MFG

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