Kontroverse, Perspektiven & Rassimus: TAVMA Filmclub lädt zu Filmvorführungen & Diskussionsrunde ein

Zwei Filme - Ein Thema. Ein deutscher Regisseur und ein ghanaischer Regisseur hinterfragen den Fall: “Céphas Bansah - Der König von Ghana"

Filmtalkshow mit Kurzfilmen zum Thema Perspektiven & Rassismus | Bild: TAVMA

Im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus und der französischen Wochen Stuttgart werden am 14. März zwei Kurzfilme im Linden-Museum Stuttgart gezeigt. Im Anschluss der Filme wird es mit den Special Guests Johannes Krug und Joseph Akwasi einen Filmtalk geben. Beide haben sich mit dem medial umstrittenen Fall "Céphas Bansah - König von Ghana" auseinandergesetzt, haben aber eine andere Perspektive über dieses Phänomen.

Folgende zwei Kurzfilme stehen auf dem Programm

Making of a King
Regie: Johannes Krug
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg

Inhalt: Die Geschichte vom "König von Ghana, der als Automechaniker in Deutschland lebt und sein Volk in Ghana via Skype regiert", ist wohl schon tausendfach in deutschen und internationalen Medien erzählt worden. Der Dokumentarfilm "Making of a King" versucht, das Bild dreidimensionaler zu zeichnen und wirft kritische Fragen zu Königstiteln, Medienmarketing, Stereotypen, Entwicklungshilfe und verinnerlichtem Rassismus auf. 

How to help Africans
Regie: Jospeh Akwasi
Produktion: Kunstschule für Medien Köln

Inhalt: Obwohl er als erfahrener Mechaniker in Deutschland lebt, regiert König Bansah das Volk Hohoe Gbi in Ghana und führt seit vielen Jahren aktiv Hilfsprogramme in seinem Königreich durch. Er sammelt Unterstützung von deutschen Unternehmen und Privatpersonen, um Brücken zu bauen, medizinische Hilfe zu leisten und Schulen für sein Volk zu errichten. Der Dokumentarfilm "How to help Africans" spielt mit bekannten Stereotypen und erzählt die beispielhafte Geschichte von König Bansahs Hilfsprogramm, das vor allem darauf abzielt, sein Volk in Ghana zu Selbstversorgern zu machen; eine Leistung, die vielen großen Hilfsorganisationen in der Welt, die den Afrikanern "helfen" wollen, fehlt. 

Spezialprogramm zu den 21. Französischen Wochen

Außerdem wird eine kleine Kurzfilmpremiere von „Rentrons (Zurück) OmeU“ (Regie: Nasser Bessalah) präsentiert. „Rentrons (Zurück)“ (im Original mit engl. Untertiteln) ist eine Filmkoproduktion von TAVMA und läuft auf dem wichtigsten Kurzfilmfestival der Welt - Festival International du Court-métrage de Clermont-Ferrand.

Inhalt: In einem kleinen Dorf in den Béjouï-Bergen im Norden Algeriens trifft Nouria auf Abdel, einen jungen Franzosen, der dort lebt und arbeitet. Nachdem Abdel eine Wette gegen Nouria verloren hat, fahren beide mit dem Moped die Mittelmehrküste entlang, in der Erwartung, auf das Schiff zu kommen, das sie zurück nach Frankreich bringen soll. 

 

TAVMA FilmClub

Der TAVMA FilmClub ist ein Film Talk Format – ein Pop-up-Kino-Event in Off-Locations, wie z.B. in Museen. Der in Stuttgart angediedelte Club kuratiert, organisiert und veranstaltet Film Watch Partys, die Menschen bewegen. Die Mission: bekannte Narrative infrage zu stellen und neue Arten von Storytelling entdecken.

21. Französische Wochen

Französische Kultur hautnah erlebbar machen und die Förderung des interkulturellen Austauschs, das sind die Leitlinien des Festivals, das sich in den vergangenen 25 Jahren als fester Bestandteil der Kulturlandschaft im Großraum Stuttgart etablieren konnte. Die 21. Französischen Wochen starten dieses Jahr unter dem Motto „Schneller, höher, weiter – gemeinsam“ und finden vom 11. bis 24. März statt. Die Themenbereiche Sport und Emanzipation stehen im Fokus.

Knapp 50 Veranstalter, Vereine, Städte, Schulen und Kulturinstitutionen aus der ganzen Region engagieren sich und bieten ein buntes Programm mit über 60 ganz unterschiedlichen Veranstaltungen für alle Altersgruppen und laden zum deutsch-französischen Dialog ein. Die Veranstaltungen erstrecken sich dabei auf den gesamten Großraum Stuttgart von Leinfelden-Echterdingen bis Bietigheim-Bissingen, von Ludwigsburg bis Tübingen.

Quelle: TAVMA, Institut français – Französische Botschaft
Bitte weitersagen. Teilen Sie diesen Beitrag.