Fünf Deutsche Filmpreise für MFG-geförderte Filme, darunter in den Königskategorien Bester Film und Bester Schauspieler

Außerdem LOLAS für Bestes Make-Up, Bestes Kostümbild, Beste Tongestaltung.

Für die Rolle des introvertierten Soldaten in „Der Fuchs“ erhielt der Schauspieler Simon Morzé den Deutschen Filmpreis als Bester männlicher Hauptdarsteller. | Eventpress
  • Silberne LOLA für den Besten Film 2024 an das Kriegsdrama „Der Fuchs“
  • LOLA für die Beste männliche Hauptrolle an Simon Morzé in „Der Fuchs“ von Regisseur Adrian Goiginger
  • LOLA für das Beste Kostümbild an Ingken Benesch für „Girl You Know It’s True“
  • LOLA für das Beste Maskenbild an Alisza Pfeifer und Christina Baier für „Girl You Know It’s True“
  • LOLA für die Beste Tongestaltung an Michael Schlömer, Corinna Fleig, Tobias Fleig im Thriller „The Dive“

Bei der gestrigen Verleihung der Deutschen Filmpreise ist der von der MFG Baden-Württemberg geförderte Kinofilm „Der Fuchs“ in der Königskategorie Bester deutscher Kinofilm mit der Silbernen Lola prämiert worden. Für die Rolle des introvertierten Soldaten in „Der Fuchs“ erhielt der Schauspieler Simon Morzé außerdem den Deutschen Filmpreis als Bester männlicher Hauptdarsteller. Morzé (*1996) hatte im Januar bereits einen Bayerischen Filmpreis als Nachwuchs-Schauspieler erhalten. Für die deutsch-österreichische Koproduktion zeichnen auf deutscher Seite die Ludwigsburger Giganten Film Produktions GmbH (Produzent: Gerrit Klein) und die Geißendörfer Pictures GmbH in München (Produzent*in: Hana Geißendörfer, Malte Can) verantwortlich.
In „Der Fuchs“ beschreibt Regisseur und Drehbuchautor Adrian Goiginger die Erlebnisse eines jungen österreichischen Soldaten, der im Zweiten Weltkrieg als Mitglied der deutschen Wehrmacht einen verwundeten Fuchswelpen versorgt und damit sein Trauma überwindet. Der 1991 in Salzburg geborene Goiginger verarbeitete damit die wahre Geschichte seines Urgroßvaters.

Die beiden „Lolas“ für „Der Fuchs“ sind zwei von insgesamt fünf Deutschen Filmpreisen für MFG-geförderte Filme, die am Freitagabend (3. Mai) bei einer feierlichen Gala mit viel deutscher Filmprominenz in Berlin verliehen wurden.

Zwei Lolas an MFG-gefördertes Drama „Girl You Know It’s True“

Wie „Der Fuchs“ wurde auch das von Simon Verhoeven inszenierte MFG-geförderte Drama „Girl You Know It’s True“ um den Skandal der 80er-Jahre-Popgruppe Milli Vanilli mit zwei Deutschen Filmpreisen prämiert: Die Lola für das Beste Kostümbild ging an Ingken Benesch, die Lola für das Beste Maskenbild an Alisza Pfeifer und Christina Baier. Nominiert war auch das VFX-Team der Stuttgarter Firma Accenture Song Content Germany für die Besten Spezialeffekte bei dem Film, der fast 400.000 Zuschauer*innen in deutsche Kinos lockte.

Die Tonmeister*in Michael Schlömer, Tobias und Corinna Fleig erhielten eine Lola für die Beste Tongestaltung in dem MFG-geförderten Unterwasserthriller „The Dive“ von Regisseur Maximilian Erlenwein. 

Die LOLAs sind die wichtigste Auszeichnungen für Leistungen in deutschen Filmen

Der Deutsche Filmpreis wird von den Mitgliedern der Deutschen Filmakademie vergeben und ist mit insgesamt zwei Millionen Euro Preisgeldern die höchst dotierte und wichtigste Auszeichnung für Leistungen im deutschen Film. Auffällig viele der diesjährigen Preisträger – darunter auch mehrere der Lola-Gewinner von MFG-geförderten Filmen – sind Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Die meisten Filmpreise, darunter auch die Lola in Gold, erhielt während der Berliner Gala das von Matthias Glasner geschriebene und gedrehte Familiendrama „Sterben“. Mit dem Ehrenpreis wurde Schauspielerin Hanna Schygulla ausgezeichnet.

Die pointierte, gegen Diskriminierung und rechtsradikale Tendenzen gerichtete Rede der 102-jährigen Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer sorgte für einen emotionalen Höhepunkt bei der Gala. Auch andere gesellschaftspolitisch relevante Themen wie Diversität vor und hinter der Kamera, Migration und Menschenrechte wurden von Filmschaffenden mehrfach angesprochen.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth gratulierte der Initiative Changemakers.org und anderen Beteiligten zur „ökologischen Transformation der deutschen Filmbranche“ unter dem Begriff Green Shooting. Der Weg zu einer umweltschonenden Filmproduktion ist der MFG Baden-Württemberg seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen. Vor der Veranstaltung hatten MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen, Vertreter*innen von Changemakers.org und andere Unterstützer*innen für das Thema Green Shooting geworben.

Alle Preisträger Deutscher Filmpreis 2024 unter: www.deutscher-filmpreis.de/preisverleihung/2024/

Quelle: Deutsche Filmakademie
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