4. Filmtage Oberschwaben im Kinozentrum in Ravensburg eröffnet

Präsentiert wird auch die Baden-Württemberg-Premiere des MFG-geförderten Dokumentarfilms „Schwarzer Zucker, rotes Blut“.

Anna Strishkowa aus Kiew im Dokumentarfilm „Schwarzer Zucker, rotes Blut“ von Luigi Toscano. | © Luigi Toscano
| Ravensburg

Mit der schwarzen Komödie „Entführen für Anfänger“ von Regisseur Hans Hofer mit den (Ehe- und Spiel-)Partnern Andrea Sawatzki und Christian Berkel in den Hauptrollen sind die vierten Filmtage Oberschwaben am 10.10. im Frauentorkino Ravensburg eröffnet worden. Gezeigt werden noch bis inklusive Sonntag, den 13.10., 35 Filme in 45 Vorstellungen, darunter auch die MFG-geförderten Dokumentarfilme „Das leere Grab“ der Regisseurinnen Cece Mlay und Agnes Lisa Wegner (Kurhaus Filmproduktion, Baden-Baden und Kijiweni Prodzuctions, Tansania) und „Schwarzer Zucker, rotes Blut“ von Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Luigi Toscano (Mannheim). Letzteres ist die Baden-Württemberg-Premiere des Films, der ein Porträt Anna Strishkowa aus Kiew ist. Die Ukrainerin stand als Kleinkind am 4. Dezember 1943 an der Rampe von Auschwitz, überlebte den Holocaust und weiß weder die Namen ihrer Eltern noch, wo sie geboren wurde.

Baden-Württemberg-Premiere von "Schwarzer Zucker, rotes Blut"

Der renommierte Filmemacher Luigi Toscano lernte sie 2015 im Rahmen seines Projekts „Gegen das Vergessen“ in Babyn Jar kennen, seither lässt ihn das Schicksal Annas nicht mehr los. Die Spurensuche nach Annas Herkunft führt Luigi von Auschwitz in das weißrussische Dorf Pronino, zum Lager Potulice-Lebrechtsdorf in Polen, nach Kyiv und Drohobytsch in der Ukraine, bis nach Unna in Nordrheinwestfalen. Die Premiere ist am Freitag, den 10.11. um 18 Uhr im Kulturzentrum Linse e.V., Liebfrauenstraße 58, 88250 Weingarten und läuft als Wiederholung am Samstag, den 12.10. um 11 Uhr vormittags im Kinozentrum am Frauentor, Gartenstraße 8, 88212 Ravensburg – jeweils in Anwesenheit von Luigi Toscano.

Ebenfalls auf den Filmtagen Oberschwaben zu sehen: Der von der MFG verleihgeförderte Spielfilm von Regisseur Marcus O. Rosenmüller "Münter & Kandinsky" über die Beziehung des Malers Wassily Kandinsky zur Studentin und Malerkollegin Gabriele Münter, die beide zu bedeutenden Protagonist*innen innerhalb der Künstlerbewegung „Der blaue Reiter“ werden, die nach der Jahrhundertwende 1900 die Schwabinger Bohème prägte.

Quelle: Filmtage Oberschwaben
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