Fantastisch: ein neues Filmfestival für den Südwesten Deutschlands

Stoffe-Markt und MFG-CinEuro Film Lab „Stories Beyond Borders“ als Branchenevents.

Auf blauem Hintergrund ist das Logo vom CinEuro Film Lab in weißer Farbe und mit großen Buchstaben abgebildet. Das "C" von CinEuro ist gelb, das "E" ist grün gefärbt. Unter der Schrift sind drei Icons, eine schreibende Hand, eine Glühbirne und zwei sich gereichte Hände.
Logo des CinEuro Film Lab. | © CinEuro
| Freiburg

Am kommenden Dienstag startet ein neues Filmfestival in Baden-Württemberg – das Black Forest Film Festival bringt internationales Kino in den Schwarzwald, nach Freiburg und in die Region. Die beiden Leiterinnen Anna-Katharina Gerson und Cornelia Hammelmann – beide ausgewiesene Expertinnen in Sachen Projektarbeit für Film und Literatur, versprechen „Atmosphäre, Stil und Glanz mit Geschichten, die Magisches und Vergangenes erzählen, Neues erschaffen oder Persönliches offenbaren“. Spielorte sind in Freiburg die Friedrichsbau-Lichtspiele, die gerade erst am Dienstag bei der Verleihung der baden-württembergischen Kinopreise mit dem Spitzenpreis ausgezeichnet wurden, und das Kino Maja in Emmendingen.

Der Schirmherrin des neuen Filmfestivals, Regisseurin und Drehbuchautorin Margarethe von Trotta, ist eine Retrospektive gewidmet. Als MFG-geförderte Dokumentarfilme werden noch einmal „We All Bleed Red“ von Josephine Links (29.11., 16:30h) und „Fitness California“ von Nadine Zacharias (28.11., 15:30h, jeweils im Friedrichsbau Freiburg) gezeigt.

Wettbewerbsprogramm mit internationalen Highlights des Arthaus-Kinos

Der internationale Wettbewerb des neuen Festivals, das vom 25.-29. November stattfindet, wartet mit einigen Perlen des aktuellen Arthaus-Filmschaffens auf: Präsentiert werden unter anderem das US-Independent-Drama um einen Jugendlichen in einem moralischen Dilemma, „Our Hero Balthazar“ von Regisseur Oscar Boyson mit Asa Butterfield (Eröffnungsfilm), das energiegeladene Jugenddrama „Defiant“ von Regisseur Visa Koiso-Kanttila aus Finnland, das Biopic über eines der ersten englischen Supermodels der 1960er Jahre, „Twiggy“ von Sadie Frost und Lucile Hadžihalilovićs Überraschungserfolg bei der diesjährigen Berlinale, der surreal-träumerische „Herz aus Eis“ mit Marion Cotillard als rätselhafte Film-Schneekönigin. Ein Film übers Filmemachen und als märchenhaft anmutende Erzählung ein idealer Beitrag zu den ausgewählten Schwerpunktthemen „Märchen, Fantastik und Erinnerungskultur“. 

Mit dem einzigartigen Stoffe-Markt, der als Branchenevent in Kooperation mit dem Deutschen Tagebucharchiv in Emmendingen stattfindet, wird ein erster Teil eines Schatzes an authentischen Geschichten gehoben. Unter dem Motto „Fremd – und voller Möglichkeiten. Zwischen Entfremdung und neuen Sichtweisen“ öffnet das Tagebucharchiv Emmendingen zum ersten Mal sein Archiv für die Film- und Medienwelt – mit Tagebuch-Pitchings, Gesprächen, Case Studies und Panels rund um biografisches Erzählen, Erinnerungskultur und die Frage, wie persönliche Geschichten auf der Leinwand weiterleben können. Mehrere Case Studies bieten Profis Einblicke u.a. in Entwicklung, Recherche und Ton-/Bilddramaturgie von dokumentarisch-fiktionalen Familienporträts (Mittwoch, 26.11.). 

CinEuro Film Lab der MFG und der Film Commissions Nordbaden & Freiburg 

In Zusammenarbeit mit denFilm Commissions Nordbaden und Freiburg bietet die MFG Baden-Württemberg ein exklusives Schreibprogramm für Drehbuchautoren während des Black Forest Film Festivals an. Dieses Programm ist Teil der neuen Phase der Reihen „Beyond Borders und ‚Gesellschaften‘“ des CinEuro Film Lab („Stories Beyond Borders, within Societies“). Das Programm konzentriert sich auf die Entdeckung regionaler Themen mit Bezug zu Grenzen und Gesellschaft im weiteren Sinne, mit Themen aus Mannheim-Nordbaden und Freiburg-Schwarzwald sowie den angrenzenden Regionen Grand‘Est und Nordschweiz, um diese in Film- und Fernsehprojekte umzusetzen und im besten Fall bis zur Dreharbeiten zu bringen. Das erklärte Ziel ist es, regionale Themen für den europäischen oder sogar globalen Markt zu entwickeln. Die eingeladenen Teilnehmer*innen nehmen an Workshops teil, die vom renommierten Drehbuchautor Jan Galli geleitet werden, um Ihre Erfahrungen zu reflektieren und die „narrative Relevanz” der behandelten Themen zu bewerten. 

Im Konferenzprogramm des Festivals zum Thema „Von Märchen bis KI – was ist wahr und was liegt näher an der Wahrheit?“ geht es unter anderem um Märchen und Sagen aus dem deutsch-französisch-schweizerischem Dreiländereck, genauer um „Fantastik, Mythos und Moderne“ in Film und Literatur sowie um „KI und Kreativität zwischen Algorithmus und Autorschaft“. (Donnerstag, 27. November, jeweils im Friedrichsbau Freiburg). 

Quelle: Black Forest Film Festival, MFG, CinEuro
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