Die deutschen Arthauskinos setzen den Erholungskurs vom Vorjahr fort: Nach einem Besucher*innenzuwachs von 3,1 % im Vergleich zu 2024 konnten sie 2025 mit einem Plus von 5,5 % noch einmal deutlich zulegen, der Umsatz stieg sogar um 8,8 %. Mit dem MFG-geförderten Spielfilm “Amrum” führt erstmals seit 2016 ("Toni Erdmann") wieder ein deutscher Film die Arthaus-Jahrescharts an. Fatih Akıns Film feierte seine Premiere in Cannes und begeisterte nach seinem Kinostart ein großes Publikum in Deutschland von inzwischen über 600.000 Zuschauer*innen.
Mit “Amrum”, “22 Bahnen” und dem deutschen “Oscar”-Kandidaten “In die Sonne schauen” (MFG-gestifteter Thomas Strittmatter Drehbuchpreis 2023) sind drei der Top 5 deutsche Produktionen. Insgesamt sind sechs Filme der Top 10 deutsche (Ko-)Produktionen oder mit deutscher Kreativbeteiligung.
Ein großes Interesse für Filmkunst und gemeinschaftliche Kinoerlebnisse wird besonders beim jungen Publikum deutlich. Inflationsbereinigt bleibt die Situation gleichwohl anspruchsvoll, die gestiegenen Umsätze gehen mit deutlich höheren Kosten für die Besucher*innen einher.
Zwei Drittel der 100 erfolgreichsten Arthausfilme stammen aus Europa, nur 28 % aus den USA, im Gesamtmarkt dominieren in den Top-100-Filmen US-Produktionen mit 61 %. Insgesamt zeigten die Arthauskinos 5.857 Filme und trugen damit maßgeblich zur kulturellen Vielfalt bei. Dass deutsche und europäische Filme in den Arthauskinos eine solche Präsenz entwickelt haben, ist auch ein Erfolg weitsichtiger Förderpolitik auf Bundes- und Länderebene.



