Bei der feierlichen Verleihung der 47. Bayerischen Filmpreise am vergangenen Freitag in München dominierten MFG-geförderte Filmproduktionen, die in den wichtigsten Kategorien gewannen:
Als Bester Kinofilm des Jahres 2025 – dotiert mit 10.000 Euro – wurde das Nachkriegsdrama „Amrum“ von Regisseur Fatih Akin ausgezeichnet. „Regisseur Fatih Akin ist ein ästhetisch, atmosphärisch und inhaltlich sehr reicher und dichter Film gelungen“, begründet die Fachjury ihre Entscheidung. Akin verfilmte mit „Amrum“ an Originalschauplätzen die Kindheitserinnerungen seines Kollegen und Mentors Hark Bohm, der vor zwei Monaten im Alter von 85 Jahren verstarb. Der MFG-produktionsgeförderte Film feierte seine Weltpremiere im Mai bei den Filmfestspielen in Cannes, wo er auch bei der internationalen Filmkritik großen Anklang fand. Nach seinem Kinostart im September 2025 wurde „Amrum“ von über 600.000 Zuschauer*innen besucht und liegt damit auf Platz eins der deutschen Arthaus-Kinocharts. Die digitalen Spezialeffekte (VFX) steuerte das Stuttgarter Studio Accenture Song Content Germany in Stuttgart bei, die als Dienstleister in diesem Bereich weltweite Reputation genießen und auch bei vielen Hollywood-Produktionen wie zuletzt „Stranger Things 5“ mitwirken.
Den Bayerischen Filmpreis als Bester Dokumentarfilm 2025 (10.000 Euro) erhielt der MFG-verleihgeförderte „Im Prinzip Familie“ von Regisseur Daniel Abma, der die Situation in einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche, die ohne ihre leiblichen Eltern aufwachsen, „mit feinem Gespür und großer Sensibilität“ schildert, heißt es in der Jurybegründung. Der vom Stuttgarter Camino Verleih in Deutschland herausgebrachte Film erhielt bereits mehrere bedeutende Auszeichnungen, darunter den von der MFG zusammen mit dem SWR gestifteten Hauptpreis des Deutschen Dokumentarfilmpreises 2025.
Als Bester Kinderfilm 2025 (5.000 Euro) wurde der ebenfalls MFG-verleihgeförderte Film „Zirkuskind“ der Regisseurinnen Julia Lemke und Anna Koch mit dem Bayerischen Filmpreis prämiert, den der Stuttgarter Verleih Across Nations im vergangenen Herbst in die deutschen Kinos gebracht hatte. Die Dokumentation, wie der elfjährige Santino als Kind von Zirkusleuten zwischen Wohnwagen, Artisten und Tieren aufwächst, „nehme die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer ernst und begegne ihnen auf Augenhöhe“, heißt es in der Jurybegründung.
Außerdem gehen zwei Preise an „In die Sonne schauen“, die Verfilmung des von der MFG-gestifteten Thomas Strittmatter Drehbuchpreises von 2023.
Zwei weitere Bayerische Filmpreise 2025 in den Kategorien „Beste Regie“ für Mascha Schilinski und „Beste Bildgestaltung“ für Kameramann Florian Gamper mit einer Dotierung von je 10.000 Euro gehen an den Film „In die Sonne schauen“, der nach seiner umjubelten Weltpremiere in Cannes dort Mitte Mai 2025 die Silberne Palme als Preis der Jury gewann. Seither wurde das Drama, das die Lebensgeschichten von Frauen aus verschiedenen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts auf einem Bauernhof verwebt, mit vielen weiteren Preisen bedacht und auch als deutscher Kandidat für die kommende ‚Oscar‘-Verleihung vorgeschlagen. Bereits das Skript von Mascha Schilinksi und Louise Peter wurde während der Berlinale 2023 mit dem von der MFG-gestifteten Thomas Strittmatter Drehbuchpreis prämiert.
Mit dem Ehrenpreis als Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten wurde am Freitag der Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor Florian David Fitz ausgezeichnet, Bester Darsteller wurde Rainer Bock für seine Rolle im Drama „Karla“, Beste Darstellerin Leonie Benesch für ihre Rolle in „Heldin“. Der Drehbuchpreis ging an Yvonne Görlach für „Karla“, der Newcomer-Regiepreis ging an Michael Kofler für seinen Film „Zweitland“, als erfolgreichster Kinofilm wurde 2025 „Das Kanu des Manitu“ von Michael Herbig prämiert.
Der Bayerische Filmpreis wird seit 1980 jährlich von der Bayerischen Staatsregierung für „hervorragende Leistungen im deutschen Filmschaffen“ verliehen und gilt neben dem Deutschen Filmpreis „Lola“ als bedeutendste und höchstdotierte Auszeichnung für deutsche Kinofilme.






