Die MFG zu Besuch beim Cannes Filmfestival 2026

MFG in Cannes 2026: Weltpremiere, Koproduktionen und neue Perspektiven für den Filmstandort Baden-Württemberg

Der Junge der Hauptperson des Dokumentarfilms "Gabin" ist sitzt auf dem Foto auf einem Traktor und schaut nach rechts.
Filmstill aus "Gabin", MFG-geförderter Dokumentarfilm in Cannes. | © AMA Film / Rita Productions /Chambe
| Cannes, Frankreich

Die 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes standen für die MFG für Begegnung, Vernetzung und internationale Sichtbarkeit. Baden-Württemberg war präsent mit geförderten Filmen, Nachwuchstalenten und zahlreichen Formaten, die den Austausch innerhalb der internationalen Filmbranche stärken.

Ein besonderer Höhepunkt war die Weltpremiere von „Gabin“, einer von der MFG geförderten deutsch-französischen Koproduktion, die in der renommierten Quinzaine des Cinéastes gezeigt wurde. Hinter dem Film steht die Stuttgarter Produktionsfirma AMA FILM mit den Produzentinnen Ulla Lehmann und Andrea Roggon. Der persönliche Austausch mit dem Team vor Ort bot Einblicke in die Entstehung des Films und seine internationale Reise. 

Die Präsenz vom Dokumentarfilm „Gabin“ in Cannes zeigt einmal mehr, wie wichtig internationale Kooperationen für die Entwicklung und Sichtbarkeit anspruchsvoller Filmprojekte sind. Koproduktionen schaffen Reichweite und eröffnen kreativen Stoffen neue Perspektiven über Ländergrenzen hinweg.

Internationale Kooperationen und neue Netzwerke

Ein zentraler Treffpunkt für internationale Vernetzung war das jährliche Coproduction Breakfast von Focus Germany im German Pavilion. Hier empfingen Produzent*innen und Filmschaffende aus Deutschland Kolleg*innen aus Schweden und vernetzten sich für zukünftige Zusammenarbeit.

Unter dem Dach von Focus Germany, dem Verband der neun größten deutschen Länderförderungen, bringt das Format internationale Partner*innen gezielt zusammen. Mit Schweden als Fokusland 2026 standen neue Kooperationsmöglichkeiten und der Austausch zwischen beiden Filmländern im Mittelpunkt. 

Auch das CinEuro Meet & Greet zeigte, welche Bedeutung grenzüberschreitende Zusammenarbeit für die Filmbranche besitzt. Das Netzwerk macht gemeinsame Themen, Schauplätze und Erzählperspektiven der Partnerregionen sichtbar und begleitet Projekte auf ihrem Weg zur internationalen Bühne. Hier wurden außerdem die Nominierungen für den CinEuro-Preis bekannt gegeben. 

Mit „Farbe des Lichts“ ist ein Projekt der Filmemacherin Mareike Danisch für den CinEuro-Preis nominiert. Für die MFG war Geschäftsführer Carl Bergengruen vor Ort und begleitete den Austausch rund um grenzüberschreitende Stoffentwicklung und internationale Sichtbarkeit. Die Gewinner*innen des CinEuro-Preises werden im Juli beim Forum Alentours bekannt gegeben.

Filmnachwuchs und Branche im Dialog

Neben Premieren und Koproduktionen stand auch der filmische Nachwuchs in Cannes im Fokus. Beim Meetup der MFG kamen Studierende der Filmakademie Baden-Württemberg mit Carl Bergengruen, Marian Metzner Thorn, Tonyslav Tony Bozic  und weiteren ins Gespräch.

Die Gespräche machten deutlich, dass Baden-Württemberg nicht nur ein bedeutender Ausbildungsstandort ist, sondern auch ein Ort, an dem kreative Entwicklung, Förderung und internationale Vernetzung zusammenkommen können.

Zum Abschluss der Festivaltage lud die MFG erstmals zu einem Presse Dinner in Cannes ein. Produzentinnen und Produzenten aus Baden-Württemberg trafen dort auf Filmjournalist*innen und Branchenvertreter*innen, um über aktuelle Projekte, internationale Koproduktionen und die Sichtbarkeit des Filmstandorts auf Festival und Filmmarkt zu sprechen. Der Abend verdeutlichte die Vielfalt und Stärke der baden-württembergischen Filmbranche.

Mit zahlreichen Begegnungen, geförderten Projekten und neuen Kooperationen neigte sich Cannes 2026 schließlich dem Ende zu. Die Reise geht weiter: für die Filmschaffenden aus Baden-Württemberg ebenso wie für die Projekte und Partnerschaften, die in Cannes neue Inspiration bekamen. 

Quelle: MFG
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