MFG beim Deutschen Filmpreis 2026: Dokumentarfilm „Zirkuskind“ gewinnt Lola als Bester Kinderfilm

Sechs MFG-geförderte Produktionen waren für elf Deutsche Filmpreise nominiert. Thomas-Strittmatter-Preisträger*innen Mascha Schilinski und Louise Peter werden mit „In die Sonne schauen“ zu den großen Gewinnerinnen des Abends.

Szene aus dem Dokumentarfilm "Zirkuskind" der Regisseurinnen Anna Koch und Julia Lemke. | © Flare Film
| Berlin

Die MFG Filmförderung Baden-Württemberg gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern des Deutschen Filmpreises 2026. Mit „Zirkuskind“ wurde ein von der MFG im Verleih geförderter Dokumentarfilm mit der Lola als Bester Kinderfilm ausgezeichnet. Zudem wurde „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski zum großen Gewinner des Abends. Das Drehbuch des Films von Mascha Schilinski und Louise Peter war 2023 mit dem von der MFG gestifteten Thomas Strittmatter Preis ausgezeichnet worden.

Die Lola als Bester Kinderfilm ging an den Dokumentarfilm „Zirkuskind“ von Anna Koch und Julia Lemke. Produziert wurde der Film von Katharina Bergfeld und Martin Heisler für Flare Film. „Zirkuskind“ begleitet die Artistentochter Santino über mehrere Jahre zwischen Manege, Wohnwagen und dem Wunsch nach einem Leben jenseits des Zirkus. Mit großer Nähe und Sensibilität erzählt der Film vom Erwachsenwerden, von Familie und Zugehörigkeit und eröffnet zugleich einen seltenen Einblick in eine besondere Lebenswelt. 

Produzentin Katharina Bergfeld sagt: „Ich habe mir die Auszeichnung sehr gewünscht, weil sie für diesen Film etwas Besonderes bedeutet. Dass ein Dokumentarfilm als Bester Kinderfilm ausgezeichnet wird, ist alles andere als selbstverständlich. Umso mehr freuen wir uns über die Anerkennung für das Team und für die Idee, dokumentarische Geschichten für ein junges Publikum auf die große Leinwand zu bringen.“

Als großer Abräumer des Abends ging „In die Sonne schauen“ aus der Verleihung hervor. Der Film wurde mit der Goldenen Lola für den Besten Spielfilm ausgezeichnet und erhielt insgesamt zehn Lolas. Die Auszeichnungen erstreckten sich über nahezu alle kreativen und technischen Gewerke – von Regie und Drehbuch über Kamera und Schnitt bis hin zu Szenenbild, Kostümbild, Maskenbild und Tongestaltung.

Bereits 2023 hatten Mascha Schilinski und Louise Peter für das Drehbuch zu „In die Sonne schauen“ den Thomas Strittmatter Preis erhalten. Die renommierte Auszeichnung der MFG würdigt herausragende Drehbücher in einer frühen Phase der Stoffentwicklung und setzt wichtige Impulse auf dem Weg von der ersten Idee zum fertigen Film.

Louise Peter sagt: „Das erste Mal, dass das Drehbuch überhaupt von Menschen außerhalb des Teams gelesen wurde, war für den Thomas Strittmatter Preis. Die Auszeichnung war für uns ein wahnsinnig schöner Start, weil sie uns den Mut gegeben hat, unsere Vision weiter zu folgen. Zu diesem Zeitpunkt war das unglaublich wichtig. Der Preis hat uns gezeigt, dass andere Menschen an diesen Stoff glauben. Umso mehr freuen wir uns über die große Anerkennung, die der Film nun erfährt.“

Bereits die Nominierungen hatten die Vielfalt des Filmstandorts Baden-Württemberg unterstrichen: Insgesamt sechs MFG-geförderte Produktionen waren für elf Deutsche Filmpreise nominiert. Neben „Zirkuskind“ gehörten dazu „Amrum“, „Die Schule der magischen Tiere 4“, „Woodwalkers 2“, „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ und „Im Prinzip Familie“.

Der Deutsche Filmpreis gilt als wichtigste und höchstdotierte Auszeichnung für den deutschen Film. Über die Preisträgerinnen und Preisträger entscheiden die Mitglieder der Deutschen Filmakademie.

Über den Thomas Strittmatter Preis

Der Thomas Strittmatter Preis der MFG Filmförderung Baden-Württemberg gehört zu den renommiertesten Drehbuchauszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Er wird jährlich für ein herausragendes Drehbuch vergeben und ist mit 20.000 Euro dotiert. Der Preis erinnert an den Drehbuchautor Thomas Strittmatter (1961–1995) und würdigt außergewöhnliche Autor:innenstimmen in einer frühen Phase der Stoffentwicklung.

Quelle: MFG
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