Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Kinostart: "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm"

Termin: 13. September 2018

Lars Eidinger als Bertolt Brecht | Bild: Wild Bunch

Neue Perspektiven auf ein zeitloses Meisterwerk: Wenn ein Bühnenklassiker auf ein veritables Staraufgebot der deutschen Filmlandschaft trifft, verspricht das ein großartiges Kinoereignis zu werden. Der MFG-geförderte Film kommt am 13. September 2018 in die deutschen Kinos.

Zum Inhalt: Infolge des sensationellen Welterfolgs seines Bühnenstücks „Die Dreigroschenoper“ (1928) und Kurt Weills zum Welthit gewordenen „Moritat von Mackie Messer“, stehen die Filmproduzenten bei Theatermacher und Skandalautor Bertolt Brecht sprichwörtlich Schlange. Dass den Produktionsfirmen dabei der Profit an der Kinokasse letztlich wichtiger ist als die künstlerische Vision des Autors, versteht sich von selbst.

Doch der Idealist Brecht weigert sich, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Er will eine ganz neue Art von Film schaffen – radikal, kompromisslos, politisch – und sucht bewusst die öffentliche Auseinandersetzung. So verklagt der Dramatiker in einem nie zuvor dagewesenen, filmreifen „Dreigroschenprozess“ die Produktionsfirma und kämpft um artistische Autonomie. Diese Dialektik von künstlerischem Idealismus und ökonomischen Zwängen bereitet die perfekte Bühne für einen filmischen Kraftakt. Oder, wie Brecht selbst es formulierte: „Die Widersprüche sind unsere Hoffnung.“

Joachim A. Langs aufwändiges Kinofilmdebüt „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ interpretiert Brechts Klassiker grundlegend neu. Durch zahlreiche Anspielungen lässt der Film Realität und Fiktion nahezu verschmelzen, wechselt fließend und spielerisch zwischen Brechts Rechtsstreit und seinem Filmprojekt, das es so – leider – niemals wirklich gegeben hat. Für Authentizität sorgt dabei ein zusätzlicher Kunstgriff: Alles, was Brecht im Film sagt, beruht auf tatsächlichen Zitaten aus dessen gesamtem Werk und Leben.

Nicht zuletzt wartet „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ mit einer hochkarätigen Besetzung auf, die ihresgleichen sucht: Neben Lars Eidinger in der Titelrolle des Bertolt Brecht spielen unter anderem Tobias Moretti als Macheath, Hannah Herzsprung als Carola Neher und Polly, Joachim Król als Peachum, Claudia Michelsen als Mrs. Peachum, Robert Stadlober als Kurt Weill, Peri Baumeister als Elisabeth Hauptmann, Britta Hammelstein als Lotte Lenja und Seeräuber-Jenny, Meike Droste als Helene Weigel, Christian Redl als Tiger Brown sowie Max Raabe als Moritatensänger.

„Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ ist eine Kinokoproduktion von Zeitsprung Pictures mit dem SWR und der belgischen Produktionsfirma Velvet Films in Zusammenarbeit mit ARTE. Neben der MFG als einziger Länderförderung Deutschlands wurde die Produktion vom Deutschen Filmförderfonds, dem Tax Shelter Belgien und Screen Flanders unterstützt.

 

Weitere Informationen gibt es hier.

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