Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Neue Staffel "Junger Dokumentarfilm"

Vier MFG-geförderte Filme ab 4. Oktober 2018

Still aus "Sehnsucht nach Myanmar" von Seng Mai Kinraw | Bild: SWR

Vier Wochen lang strahlt das SWR Fernsehen jeweils donnerstags Filme von Diplomanden und Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg aus. Die Dokumentarfilme entstanden im Rahmen eines von MFG, SWR und Filmakademie gemeinsam initiierten und finanzierten Nachwuchsprogramms. "Sehnsucht nach Myanmar" ist am 4. Oktober um 0:15 Uhr zu sehen, "Das Dorf der Vergesslichen" am 11. Oktober um 23:15 Uhr; "Ferne Heimat -  Die neuen Kinder von Golzow" wird am 18. Oktober um 23:45 Uhr ausgestrahlt, "Helden der Krise" am 25. Oktober um 23:45 Uhr.

 

(Eigene) Grenzen überwinden

In der diesjährigen Staffel werden Menschen porträtiert, die sich auf unterschiedlichster Weise mit völlig veränderten Lebensperspektiven konfrontiert sehen. Herausgerissen aus dem bisher Gewohnten, müssen sie neue Wege beschreiten. Ob es ein Krieg ist, eine schwere Krankheit oder eine wirtschaftliche Krise: Sie müssen Grenzen überwinden, Etabliertes verlassen und sich dabei neu kennenlernen. Das kann bedeuten, sich politisch zu engagieren - oder eine Reise in die eigene Vergangenheit zu unternehmen.

 

"Sehnsucht nach Myanmar"

Als ihre Großmutter erkrankt, zieht es die Filmemacherin Seng Mai Kinraw zurück in ihr Heimatland Myanmar. Von Deutschland aus macht sie sich auf die Reise zu ihrer Familie. Sie sucht Orte und Menschen auf, die sie geprägt haben und spürt den engen Bindungen nach, die sie bis heute nicht loslassen und die allen äußeren Einflüssen und Veränderungen widerstanden haben. Ihre Treffen mit Familienangehörigen und Freunden sind nicht nur sehr persönliche, intime Begegnungen - schlaglichtartig bilden sie auch ein Land auf dem Weg in die Moderne ab, in all seinen Widersprüchen. Der 60-minütige Film ist eine Gemeinschaftsproduktion von avindependents Film TV mit der Filmakademie Baden-Württemberg und dem SWR. Die Ausstrahlung ist am 4. Oktober um 0:15 Uhr.

 

"Das Dorf der Vergesslichen"

Wie kommen Familien aus Europa auf die Idee, pflegebedürftige Angehörige weit weg von zuhause, in einem fernen Land, betreuen zu lassen? In ihrem 90-minütigen Film "Das Dorf der Vergesslichen" zeigt Filmemacherin Madeleine Dallmeyer den Alltag in einer Pflegeeinrichtung im Norden Thailands. Hier werden Demenzpatienten aus der Schweiz von Einheimischen gepflegt. Sie wohnen in Häusern im Dorf verteilt, nehmen am Dorfleben teil und haben ein enges und individuelles Verhältnis zu ihren Betreuern. Ist nur hier, in Thailand, menschenwürdige Pflege möglich? Der Film ist eine Gemeinschaftsproduktion von kurhaus production und dem SWR und wird am 11. Oktober um 23:15 Uhr gezeigt.

 

"Ferne Heimat - Die neuen Kinder von Golzow"

Dem ostdeutschen Dorf Golzow, das einst berühmt wurde durch die DDR-Langzeitdokumentation "Die Kinder von Golzow", gehen ausgerechnet die Kinder aus. Der Strukturwandel zieht die Menschen fort aus dem Oderbruch. Der örtlichen Schule droht die Schließung. Da hat Bürgermeister Schütz die Idee, syrische Flüchtlingsfamilien in seine Gemeinde zu holen. Er möchte ihnen die Chance auf eine neue Heimat bieten und gleichzeitig den kleinen Ort wieder mit Leben füllen. Zwei syrische Familien ziehen nach Golzow. Filmemacherin Simone Catharina Gaul begleitet sie über zwei Jahre hinweg. Wie werden sich Einheimische und Flüchtlinge begegnen? Welche Erwartungen haben sie? Und wird es klappen mit der Integration? Der 60-minütige Film von Simone Catharina Gaul ist eine Gemeinschaftsproduktion von INDI Film, dem SWR und dem MDR und wird am 18. Oktober um 23:45 Uhr gezeigt.

 

"Helden der Krise"

Seit Jahren befindet sich der griechische Staat in der Krise, finanziell wie auch gesellschaftlich. Wie aber sieht das Leben der Menschen in Griechenland konkret aus? Welche Sorgen und Nöte prägen ihren Alltag? Gibt es auch Lichtblicke? Die Filmemacherin Rebekka Kaufmann nimmt uns mit zu Panagiotis, Georgia und ihrer Tochter Vasiliki, die mitten in Athen wohnen und ums wirtschaftliche Überleben kämpfen. Vor allem ihre Wohnung, Zentrum und letzter Rückzugsort der Familie, soll vor der drohenden Zwangsversteigerung bewahrt werden. Inmitten sozialer Spannungen und Auseinandersetzungen versucht diese Familie einer fast ausweglosen Situation Solidarität, Mitmenschlichkeit und Hoffnung entgegen zu setzen. Der 60-minütige Film von Rebekka Kaufmann ist eine Gemeinschaftsproduktion von AMA Film, der Filmakademie Baden-Württemberg und dem SWR und wird am 25. Oktober um 23:45 Uhr gesendet.

 

Quelle: SWR

 

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