DOK.fest München mit drei Deutschlandpremieren von MFG-geförderten Dokumentarfilmen

„KASH KASH" und „Midwives" haben Chancen auf den VIKTOR im Wettbewerb DOK.horizonte. „Eine Frau" konkurriert um den VIKTOR Main Competition in der Sektion DOK.international

Münchener Dok.fest-Premiere von "KASH KASH" mit Robert Gehring (MFG), Tobias Wilhelmer (Schnitt), Lea Najjar (Regie), Matthias Drescher (Produzent)
Münchener Dok.fest-Premiere von "KASH KASH" mit Robert Gehring (MFG), Tobias Wilhelmer (Schnitt), Lea Najjar (Regie), Matthias Drescher (Produzent) © FFL

Gleich zwei von der MFG geförderte Dokumentarfilme feiern auf dem DOK.fest München, das noch bis 15. Mai stattfindet, ihre Premieren im Wettbewerbsprogramm DOK.horizonte und haben damit Chancen auf den Gewinn des von der Petra-Kelly-Stiftung mit 5.000 Euro dotierten VIKTOR-Preises:

KASH KASH"

Am Freitag, dem 6. Mai war im Deutschen Theater die Deutschlandpremiere des Films „KASH KASH“, einer deutsch-libanesisch-quatarischen Koproduktion unter der Regie von Lea Najjar, die mit diesem Werk ihr Studium der Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg abschließt. Koproduzent von deutscher Seite ist Matthias Drescher vom Film- und Fernsehlabor Ludwigsburg. Drescher stellte „KASH KASH“ zusammen mit Lea Najjar, ihrem Schnittmeister Tobias Wilhelmer und Robert Gehring von der MFG-Filmförderung dem Publikum in München persönlich vor. Der debütfilm Najjars wurde mit viel Applaus bedacht, die Zuschauer*innen stellten der Regisseurin viele Fragen zu den Dreharbeiten in ihrer Heimatstadt Beirut.

„KASH KASH“ wird auf dem Dok.fest München noch am 12.5. um 20:30 Uhr im Bellevue di Monaco und am 14.5. um 18 Uhr im Rio 2 im Original mit englischen Untertiteln aufgeführt.  

Zum Inhalt: Taubenschwärme ziehen ihre Kreise über den Dächern der Stadt Beirut. Begleitet von Pfeifen und Schnalzen schießen ihre Besitzer Orangen in die Luft. Sie spielen Kash Hamam: Wer die Taube eines anderen fängt, hat gewonnen. Mit ihrem Debütfilm zeichnet die Filmemacherin Lea Najjar ein feinfühliges Porträt ihrer Heimatstadt. Einer Stadt, die gezeichnet ist von korrupten Eliten, politischem Protest und einer Explosion, die in die Geschichte eingegangen ist.

Quellen: MFG; DOK.fest München

Mehr Infos:

DOK.fest München

Film- und Fernsehlabor Ludwigsburg

Filmakademie Ludwigsburg

 

„Midwives"

Ebenfalls in der Reihe DOK.horizonte hatte am Samstag, den 7. Mai, der von der MFG-geförderte und von AMA Film aus Stuttgart produzierte Dokumentarfilm „Midwives“ der aus Burma stammenden Regisseurin Snow Hnin Ei Hlaing deutsche Premiere. Auch diese Regisseurin studierte an der Filmakademie in Ludwigsburg; auch dieser – unter schwierigen Bedingungen im Westen Myanmars gedrehte – Film stieß beim Münchener Publikum auf starkes Interesse.

„Midwives“ ist noch am Freitag, den 13.5., um 20 Uhr im City 2 und am Samstag, den 14.5., um 21 Uhr im Deutschen Theater zu sehen.

Zum Inhalt: Der Ton ist rau in der kleinen Dorfklinik in Rakhine-Staat im Westen Myanmars. Die Hebamme Hla, Gründerin der Klinik, und ihr Mann gehören zur buddhistischen Mehrheit im Land. Tief verwurzelte Ressentiments und Alltagsrassismus bestimmen den Umgang mit der dort ansässigen muslimischen Minderheit der Rohingya. Dennoch arbeitet Hla mit ihrer muslimischen Assistentin Nyo Nyo eng zusammen. Über fünf Jahre und inmitten eskalierender Gewalt im Land, begleitet die Regisseurin Snow Hnin Ei Hlaing die faszinierenden, höchst eigenwilligen Frauen und entwirft ein sensibles Portrait ihrer ambivalenten Beziehung.

Quellen: MFG; DOK.fest München

Mehr Infos:

DOK.fest München

AMA Film

Filmakademie Ludwigsburg

 

Eine Frau"

In der Sektion DOK.international feierte passend zum Muttertag am 8. Mai der ebenfalls MFG-geförderte Film „Eine Frau" von Jeanine Meerapfel Premiere. Anschließend gab es in Beisein von Staatsministerin Claudia Roth ein Q&A mit der Regisseurin. Jeanine Meerapfel, geboren in Buenos Aires, besuchte zunächst die Journalistenschule und arbeitete anschließend als Redakteurin und freie Journalistin. Sie studierte an der Ulmer Hochschule für Gestaltung, war Professorin an der KHM in Köln und ist seit 2015 Präsidentin der Berliner Akademie der Künste.

Weitere Vorführungen folgen am Mittwoch, den 11. Mai um 20:30 Uhr im City 3 und am Samstag, den 18. Mai um 18:30 Uhr im Rio 1. Im Anschluss gibt ebenfalls Q&A Sessions mit der Regisseurin.

Zum Inhalt: Sie wollte so sehr glücklich sein. Und zunächst sah es gut für sie aus, als sie als hübsches Waisenkind mit blauen Augen und einem sonnigen Lächeln Carlos traf. Aber nach dem Ende der großen Liebe stand Malou alleine mit zwei Kindern da. In einem Land, das sie nicht kannte. Sie starb einsam mit 61 Jahren in einem feuchten Haus an Nierenversagen. Jeanine Meerapfel versucht die eigenen, verschütteten Erinnerungen an die Lebensstationen ihrer Mutter in Deutschland, Frankreich und Argentinien zusammenzusetzen. Das dokumentarische Essay ist ein persönlicher Blick in die Vergangenheit und Familiengeschichte. Wundervoll, wie sich die Erinnerung an die Mutter mit Zeitgeschichte verschränkt und dadurch eine größere Dimension eröffnet.

Quelle: DOK.fest München

Bitte weitersagen. Teilen Sie diesen Beitrag.