Verleihförderpreis

Um dem französischen Film in Deutschland eine stärkere Präsenz zu ermöglichen, vergibt die MFG Filmförderung Baden-Württemberg gemeinsam mit Unifrance und dem Deutsch-französischen Jugendwerk einen mit 21.000 Euro dotierten Verleihförderpreis.

Der Auswahlprozess erfolgt in zwei Schritten: Im Rahmen der Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart werden ausgewählte Filme aus Frankreich für den „Französischen Wettbewerb“ nominiert. Anschließend wählt das Filmtagepublikum in allen Festivalkinos der teilnehmenden Städte unter den nominierten Filmen den ersten Platz des Publikumspreises, an den der Verleihförderpreis gekoppelt ist. Im Rahmen einer gesonderten Veranstaltung wird der Preis an den Verleih übergeben, der den Gewinnerfilm in die deutschen Kinos bringt.

Die Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart sind nach Namur (Belgien) das zweitgrößte frankophone Filmfestival in Europa. Sie verstehen sich selbst als Plattform des jungen, noch unentdeckten französischsprachigen Kinos, und in dieser Funktion haben sie sich schon oft als Sprungbrett für vielversprechende Nachwuchsproduktionen in die deutschen Kinos erwiesen.

Preisträger 2019

Das Publikum der 36. Französischen Filmtage Tübingen hat entschieden. Der mit 21.000 Euro dotierte Verleihförderpreis – gestiftet von der Auslandsvertretung des französischen Films Unifrance, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und der MFG Baden-Württemberg – wurde am Abend des 6. November bekanntgegeben: „Die Glitzernden Garnelen“ (Originaltitel: „Les crevettes pailletées“) von Cédric Le Gallo und Maxime Govare. Der Verleihförderpreis ist an den Film gekoppelt, der auf dem Festival auch den Publikumspreis erhalten hat. Das bereits zum 21. Mal ausgelobte Preisgeld geht an den Filmverleih Salzgeber, der den Gewinnerfilm ab 5. Dezember 2019 in die deutschen Kinos bringt.

Cédric Le Gallos und Maxime Govaresqueere“ Sport-Komödie basiert auf den eigenen Erfahrungen Le Gallos in einem schwulen Wasserball-Team, mit dem er seit sieben Jahren von Turnier zu Turnier reist. Der Film über Freundschaft und die Kraft der nicht-heterosexuellen Gemeinschaft feiert das Anderssein ebenso wie den Spaß am glamourösen Exzess und begeisterte in Frankreich über eine halbe Million Zuschauer*innen im Kino.

In diesem Jahr hatte das Publikum den Preisträger aus diesen zehn nominierten Filmen ausgewählt:

  • Les crevettes pailletées / Die Glitzernden Garnelen von Cédric Le Gallo, Maxime Govare (Salzgeber)
  • Varda par Agnès von Agnès Varda (Film Kino Text)
  • Le daim von Quentin Dupieux (Koch Films)
  • Yves von Benoît Forgeard
  • Le mystère Henri Pick / Der geheime Roman des Henri Pick von Rémi Bezancon (Neue Visionen)
  • La vie scolaire von GCM, Mehdi Idir
  • La belle époque / Die schönste Zeit unseres Lebens von Nicolas Bedos (Constantin Film)
  • Fourmi von Julien Rappeneau
  • Une intime conviction von Antoine Raimbault
  • Notre Dame von Valérie Donzelli

Preisträger 2020

Das Publikum der 37. Französischen Filmtage Tübingen|Stuttgart hat entschieden. Der mit 21.000 Euro dotierte Verleihförderpreis – gestiftet von der Auslandsvertretung des französischen Films Unifrance, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und der MFG Baden-Württemberg – wurde heute (4. November 2020) bekanntgegeben: „Der Hit“ (Originaltitel: „Un Triomphe“) von Emmanuel Courcol. Der Verleihförderpreis ist an den Film gekoppelt, der auf dem Festival auch den Publikumspreis erhalten hat. Das bereits zum 22. Mal ausgelobte Preisgeld geht an dasjenige Verleihunternehmen, das den Gewinnerfilm hierzulande in die Kinos bringen wird. Die französische Komödie hat bisher noch keinen deutschen Verleih:

Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt Emmanuel Courcol von Ètienne, einem alternden, meist arbeitslosen Schauspieler, der einen Theaterworkshop im Gefängnis leitet. Überrascht von den schauspielerischen Fähigkeiten der Häftlinge setzt er es sich in den Kopf, mit ihnen Samuel Beckets „Warten auf Godot“ auf eine echte Bühne zu bringen. Er plant mit seiner bunten Truppe von Ad-hoc-Schauspielern eine Tournee außerhalb des Gefängnisses. Wird ihre Aufführung ein Erfolg?

In diesem Jahr hatte das Publikum den Preisträger aus diesen zehn nominierten Filmen ausgewählt: 

  • Alice von Joséphine Mackerras
  • Éléonore von Amro Hamzawi
  • Énorme von Sophie Letourneur
  • Gagarine von Fanny Liatard und Jérémy Trouilh
  • L’aventure des Marguerite von Pierre Coré
  • Les parfums von Grégory Magne
  • Petite fille von Sébastian Lifshitz
  • Police von Anne Fontaine
  • Sous les étoiles de Paris von Claus Drexel
  • Un triomphe von Emmanuel Courcol