Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Verleihförderpreis

Um dem französischen Film in Deutschland eine stärkere Präsenz zu ermöglichen, vergibt die MFG Filmförderung Baden-Württemberg gemeinsam mit Unifrance und dem Deutsch-französischen Jugendwerk einen mit 21.000 Euro dotierten Verleihförderpreis.

Der Auswahlprozess erfolgt in zwei Schritten: Im Rahmen der Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart werden ausgewählte Filme aus Frankreich für den „Französischen Wettbewerb“ nominiert. Anschließend wählt das Filmtagepublikum in allen Festivalkinos der teilnehmenden Städte unter den nominierten Filmen den ersten Platz des Publikumspreises, an den der Verleihförderpreis gekoppelt ist. Im Rahmen einer gesonderten Veranstaltung wird der Preis an den Verleih übergeben, der den Gewinnerfilm in die deutschen Kinos bringt.

Die Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart sind nach Namur (Belgien) das zweitgrößte frankophone Filmfestival in Europa. Sie verstehen sich selbst als Plattform des jungen, noch unentdeckten französischsprachigen Kinos, und in dieser Funktion haben sie sich schon oft als Sprungbrett für vielversprechende Nachwuchsproduktionen in die deutschen Kinos erwiesen.

Preisträger 2018

Das Publikum der Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart hat entschieden: Der erste Platz des mit 21.000 Euro dotierten Verleihförderpreises – gestiftet von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg, Unifrance und dem Deutsch-französischen Jugendwerk – geht an „Das zweite Leben des Monsieur Alain“ (Originaltitel: „Un homme pressé“) von Hervé Mimran. Das bereits zum 20. Mal ausgelobte Preisgeld von 21.000 Euro geht an den Filmverleih NFP marketing & distribution, der den Gewinnerfilm ab 24. Januar 2019 in die deutschen Kinos bringt. 

Die Tragikomödie handelt von Alain, einem viel beschäftigten Geschäftsmann und brillantem Redner. Er rennt der Zeit hinterher, Freizeit und Familie haben keinen Platz in seinem Leben – bis ihn eines Tages ein Schlaganfall aus seinem gewohnten Gang reißt. Er erleidet schwere Sprach- und Gedächtnisstörungen und muss alles neu lernen. Die junge Logopädin Jeanne unterstützt ihn dabei. Mit viel Geduld und Ausdauer lernen die beiden sich kennen und versuchen Alains Leben wieder in den Griff zu bekommen.

In diesem Jahr hat das Publikum den ausgezeichneten Film aus den folgenden zehn
Filmen auserkoren, die für den Französischen Wettbewerb nominiert waren:

  • „Climax” von Gaspar Noé
  • „L’Apparition” von Xavier Giannoli
  • „La promesse de l’aube” von Eric Barbier
  • „Le dernier vide-grenier de Claire Darling” von Julie Bertuccelli
  • „Le Grand Bal” von Laetitia Carton
  • „Les Confins du monde” von Guillaume Nicloux
  • „L‘Ordre des médecins” von David Roux
  • „Premières vacances” von Patrick Cassir
  • „Un homme pressé” von Hervé Mimran
  • „Volontaire” von Hélène Fillières