MFG-Star

Seit dem Jahr 2000 gibt die MFG den Regie-Nachwuchspreis MFG-Star aus. Die vier nominierten Regisseur*innen können sich als Auszeichnung für ihr erstes oder zweites Werk Hoffnungen auf ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro machen. Ihre vier Spielfilme werden im Rahmen einer ganztägigen Veranstaltung auf dem TeleVisionale Film- und Serienfestival Baden-Baden präsentiert. Unmittelbar nach den jeweiligen Screenings führt der Berliner Filmjournalist Knut Elstermann ein Filmgespräch mit den Regisseur*innen. Ein*e Alleinjuror*in entscheidet dann, an wen der MFG-Star geht.

Ab dem Jahr 2022 wird der Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik jährlich beim TeleVisionale Film- und Serienfestival Baden-Baden verliehen. Er ist mit 5.000 € dotiert und richtet sich an Nachwuchskomponist*innen.

Preisträger-Film 2022

Bei der TeleVisionale – Film- und Serienfestival Baden-Baden – wurde bei einer feierlichen Preisverleihung im Kurhaus Baden-Baden von vier nominierten TV-Produktionen des zurückliegenden Jahres die Tragikomödie „Ladybitch“ (ohne Senderbeteiligung) mit der Auszeichnung MFG-Star 2022 prämiert. Die Drehbuchautorinnen und Regisseurinnen Paula Knüpling und Marina Prados haben ihren gesellschaftskritischen Film im Spätsommer 2021 ohne finanzielle Unterstützung einer Filmförderung oder eines TV-Senders produziert und realisiert und wollen den Film im nächsten Jahr auch im Eigenverleih in die deutschen Kinos verleihen.

Juror 2022 war Erfolgsregisseur Sönke Wortmann

Einziger Juror war einer der renommiertesten deutschen Regisseure, Sönke Wortmann („Der Vorname“, „Contra“, „Der Nachname“). Seine Begründung im Wortlaut:

„Der Film „Ladybitch“ von Paula Knüpling und Marina Prados beobachtet mit einer quasidokumentarischen Kamera eine Theatergruppe bei den Proben zu Frank Wedekinds Klassiker „Lulu“. Im Mittelpunkt steht die junge Schauspielerin Ela, die hier in der Titelrolle eine große berufliche Chance sieht, auch weil der höchst bedeutende Franz Kramer am Regiepult sitzt. Es kommt, man ahnt es schon, zu Übergriffen und Machtmissbrauch – ein sehr aktuelles und sehr ernstes Thema, das die beiden Regisseurinnen aber auch mit einer gehörigen Portion Humor angehen. Das ist ein Drahtseilakt, das hätte gewaltig schief gehen können, aber mit Hilfe eines exzellenten Ensembles, das seine Figuren ernst nimmt und nicht verrät, gelingt dieser Film auf beeindruckende Weise. Weil Paula Knüpling und Marina Prados wissen, dass eine gute Komödie nur einen Schritt von der Tragödie entfernt ist.“

 

Einreichung

Die Filme werden von Fernsehsendern vorgeschlagen, aus denen eine Auswahlkommission die vier Nominierungen benennt. Filmschaffende können ihre Werke also nicht selbst einreichen. Über den ersten Platz entscheidet schließlich ein/e Juror*in nach Sichtung aller vier Filme.

Die Einreichung erfolgt ausschließlich digital. Die vier nominierten Filme sollten zur Vorführung in Baden-Baden als hochauflösende digitale Kopie (mp4) vorliegen.

Die Einreichungen können durch Redaktionen, Produktionsfirmen oder Verleiher geschehen und sind direkt an das FernsehfilmFestival Baden-Baden zu richten. Alljährlich im Sommer werden die Redaktionen seitens der Festivalleitung angeschrieben.

 

TeleVisionale Film- und Serienfestival Baden-Baden
         Urs Spörri
         Künstlerischer Leiter
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