Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

MFG Star

Seit dem Jahr 2000 gibt die MFG den Nachwuchspreis MFG Star aus: Den vier nominierten Nachwuchsregisseuren winkt als Auszeichnung für ihr erstes oder zweites Werk ein Stipendium in der Villa Aurora, Los Angeles. Ihre Spielfilme werden auf dem Fernsehfilm Festival Baden-Baden präsentiert und von dem Berliner Filmjournalisten Knut Elstermann mit einem Filmgespräch begleitet.

Einreichung

Die Filme werden von Fernsehsendern vorgeschlagen, aus denen eine Auswahlkommission die vier Nominierungen benennt. Filmemacher können ihre Werke also nicht selbst einreichen. Über den Gewinner entscheidet schließlich ein Juror nach Sichtung aller vier Filme.

Die Einreichung erfolgt zunächst per DVD. Die vier nominierten Filme sollten zur Vorführung in Baden-Baden als Kopie in XDcam HD 422-Format vorliegen.
 

Die DVD-Einreichungen müssen in jedem Fall über die Redaktionen laufen und sind direkt an das FernsehfilmFestival Baden-Baden (siehe nachstehende Adresse) zu richten. Anfang Juni 2018 werden die Redaktionen seitens der Festivalleitung angeschrieben.
 

         FernsehfilmFestival Baden-Baden
         Cathrin Ehrlich
         Kommissarische Leiterin
         Friedberger Landstr. 645
         60389 Frankfurt am Main
         069 47881551
        ehrlich@fernsehfilmfestival.de

Preisträger 2018

Der Regie-Nachwuchspreis MFG-Star wurde am 30. November 2018 im Rahmen des FernsehfilmFestivals in Baden-Baden bereits zum 19. Mal vergeben.

Das von der MFG in der Produktion geförderte Kino-Debüt von Felix Hassenfratz ist in der süddeutschen Provinz angesiedelt: Die 18-jährige Maria und ihre Schwester Hannah leben nach dem Tod der Mutter alleine mit ihrem Vater. Das Familien­gefüge ist fragil; doch Maria versucht es mit aller Kraft zusammenzuhalten. Als Valentin, Zimmermann auf der Walz, im Betrieb der Familie zu arbeiten beginnt, verliebt sich Maria in ihn. Ein dunkles Geheimnis verhindert jedoch, dass sie ihrer Liebe nachgeben kann: ein Geheimnis, das sie auch vor ihrer Schwester Hannah verbirgt.

Der alleinige Juror Hans Steinbichler begründete seine Entscheidung für den Preisträgerfilm u.a. mit folgenden Worten: „Verlorene“ ist der Film, den ich selbst gerne gemacht hätte. Ein Kaff: „fucking Warmbrunn“ als eine Art Atlantis der Gefühle, das sich langsam und in unheimlichen Ausmaßen vor unseren Augen aus den schlammigen Fluten einer badischen Dorfgesellschaft erhebt. Maria Dragus und Anna Bachmann als Geschwister Maria und Hannah sind stille Giganten, die einem in ihrem Schmerz und in ihrer unverbrüchlichen Liebe das Herz aus dem Leib reißen.

Die Nominierungskommission bestand aus Prof. Bettina Reitz (Juryvorsitzende des FernsehfilmFestival Baden-Baden), Cathrin Ehrlich (Festivalleiterin des FernsehfilmFestival Baden-Baden), Andrea Hohnen (Programmleiterin FIRST STEPS), Dr. Dietrich Mack (ehem. SWR) und Prof. Carl Bergengruen (MFG-Geschäftsführer). Neben dem Preisträger Felix Hassenfratz hatten die Eva Trobisch für „Alles ist gut“, Isa Prahl für „1000 Arten Regen zu beschreiben“ und Jan Speckenbach für „Freiheit“ nominiert.

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