MFG-geförderter Film in Venedig ausgezeichnet

„Und morgen die ganze Welt“ von Julia von Heinz erhält den „Bisato d’Oro“ bei der 77. Biennale

Julia mit weiteren Aktivisten auf der Demo; im Hintergrund ein Transparent mit dem Text „Kein Mensch ist illegal"
Still aus „Und morgen die ganze Welt" | Bild: Seven Elephants/Oliver Wolff

Der von der MFG Baden-Württemberg geförderte, in Mannheim gedrehte Spielfilm „Und morgen die ganze Welt“ von Julia von Heinz lief bei den diesjährigen 77. Filmfestspielen von Venedig als deutscher Wettbewerbsbeitrag. Er erhielt den renommierten „Bisato d’Oro“ für die beste Schauspielerin, mit dem die internationale Filmkritik die Hauptdarstellerin Mala Emde ehrte.
 
Julia von Heinz hat an dem Drehbuch zu ihrem Spielfilm „Und morgen die ganze Welt“ über zehn Jahre gearbeitet. Die Handlung des Dramas um rechte Gewalt ist in Mannheim verortet, wo es dann auch unter der Regie von Julia von Heinz realisiert wurde. Auch für die Produktion zeichnet Julia von Heinz zusammen mit Fabian Gasmia verantwortlich, in Koproduktion mit dem SWR, WDR, BR, ARTE, Kings & Queens Filmproduktion und Haïku Films. Die Postproduktion fand bei Bewegte Bilder in Tübingen statt.
 
Die MFG Baden-Württemberg hat das Projekt mit Produktionsförderung in Höhe von 400.000 Euro unterstützt. Weitere Fördermittel kamen von FFA, DFFF, CNC, FFF und MBB.
 
Das Drama von Julia von Heinz erzählt von Luisa (Mala Emde), 20 Jahre alt, aus gutem Haus, Jura-Studentin im ersten Semester. Und sie will, dass sich etwas verändert in Deutschland. Alarmiert vom Rechtsruck im Land und der zunehmenden Beliebtheit populistischer Parteien, tut sie sich mit ihren Freunden zusammen. Schnell findet sie Anschluss bei dem charismatischen Alfa (Noah Saavedra) und dessen bestem Freund Lenor (Tonio Schneider): Für die beiden ist auch der Einsatz von Gewalt ein Mittel, um Widerstand zu leisten. Bald schon überstürzen sich die Ereignisse.

 
Erfolgsserie MFG-geförderter Produktionen
 
Die Wettbewerbsteilnahme in Venedig und die Auszeichnung setzen die Erfolgsserie MFG-geförderter Produktionen fort. Sie stellten einen Wettbewerbsbeitrag auf der Berlinale 2020 und erhielten beim Deutschen Filmpreis 2020 insgesamt 14 von 20 Lolas.

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