„PreisRegen“ für die Gewinner*innen des Internationalen Wettbewerbs beim NaturVision Filmfestival ONLINE

Statt einer Preisverleihungsgala im Kino gab es den PreisRegen in vier Clips

Ein Mann steht neben einem Bären
Der Bär in mir (Deutscher Wildlife Filmpreis 2020) | NaturVision

Kurzweilig und der Online Version des NaturVision Filmfestivals angepasst, wurden am Sonntag, 19. Juli 2020 in einzelnen Clips – dem PreisRegen – die Preisträger*innen des diesjährigen Festivals verkündet und zahlreiche Videobotschaften der glücklichen Gewinner*innen eingespielt.

Deutschen Wildlife Filmpreis

So freut sich der Schweizer Regisseur Roman Droux, dessen Film Der Bär in mir mit dem Deutschen Wildlife Filmpreis ausgezeichnet wurde, über die Begründung der Jury, in der es heißt, dass der „Film nachdenklich macht und anregt, das Verhältnis von Mensch und Tier zu hinterfragen.“ (Preisstifter: Stadt Ludwigsburg).

Deutsche Filmpreis Biodiversität

Der Deutsche Filmpreis Biodiversität geht an Die Wälder des Nordens von Kevin McMahon. Die borealen Wälder sind entscheidend fürs Weltklima, doch die Eingriffe des Menschen gefährden diese wenig beachtete Region der Erde. (Preisstifter: HAHN + KOLB)

Deutschen Umwelt- und Nachhaltigkeitsfilmpreis

Eine gefährliche Folge der Erderwärmung ist die zunehmende Überflutung ganzer Landstriche. Die Wissenschaftsdokumentation 66 Meter von Max Mönch und Alexander Lahl macht den Zuschauer*innen komplexe Sachverhalte einfach verständlich. Die Jury würdigte diese Leistung mit dem Deutschen Umwelt- und Nachhaltigkeitsfilmpreis. (Preisstifter: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg) In dieser Kategorie wurde zudem eine Special Mention vergeben: Green Warriors: Paraguay‘s Poisoned Fields von Martin Boudot gelingt es, einer Dorfgemeinschaft, die gegen den krankmachenden Pestizideinsatz eines Großkonzerns auf Sojafeldern kämpft, eine Stimme zu geben.

NaturVision Kamerapreis

Den NaturVision Kamerapreis teilen sich in diesem Jahr Libellen – Funkelnde Jäger – hier bestechen vor allem die Nah- und Makroaufnahmen von Kameramann Kevin Flay – und The Elephant Queen von Victoria Stone und Mark Deeble, ein klassischer Tierfilm, der sich durch die besonders ästhetische und phantasievolle Bildgestaltung auszeichnet.

NaturVision Beste Story

Neben der Kamerakunst macht das Storytelling gelungene Natur- und Umweltfilme aus. Auch hier haben gleich zwei Filme die Jury besonders beeindruckt. Der Preis NaturVision Beste Story geht an Das Lied der Gibbons von Mark Fletcher. Der Lebensraum dieser Menschenaffen wurde so sehr zerschnitten, dass sie sich nicht mehr zur Paarung finden und zum Aussterben verurteilt sind. Engagierte Forscher versuchen, mit einer Art „Partnersuchapp“ Hilfe zu leisten. Mit einer Special Mention in dieser Kategorie wurde Bamboo Stories von Shaheen Dill-Riaz bedacht – ein poetischer Film, der sich mit dem Schicksal der Holzflößer in den Bambuswäldern Bangladeschs befasst.

NaturVision Newcomerfilmpreis

Sehr gespannt ist die Hauptjury jedes Jahr auf den Filmemachernachwuchs. 2020 darf sich Regisseur George Pretty über den NaturVision Newcomerfilmpreis freuen. (Preisstifterin: dieUmweltDruckerei) Die Jury begeisterte die emotionale Sogwirkung, die sein Schwarz-Weiss-Film Life on the rocks entwickelt. June Nelson erzählt im Film von den gemeinsamen Jahren mit ihrem Mann, dem Vogelforscher Bryan Nelson, auf einem entlegenen Felsen im Meer – und schafft gleichzeitig ein universelles Statement gegen die Zerstörung von Lebensräumen. Eine Special Mention in der Newcomer-Kategorie erhält Oliver Bruck für seinen vielschichtigen Film Exploring Hans Hass, mit dem es ihm gelingt, den Menschen Hans Hass hinter der Fassade des berühmten Tauchers und Medienstars zu entdecken.

NaturVision Kinderfilmpreis

Auch die Kinderjury von NaturVision entschied sich für zwei Preisträger: So zeichneten die Schülerinnen den ebenso lehrreichen wie lustigen Film Die verrückte Welt der Hörnchen von Yann Sochaczewski mit dem NaturVision Kinderfilmpreis aus. (Preissstifter: Wiedeking Stiftung) Ben Wolters Anna und der wilde Wald, in dem Tierreporterin Anna sich im Bayerischen Wald auf die Suche nach Wölfen macht, erhielt eine Special Mention.

NaturVision Preis der Jugendjury

Die Jugendjury war fasziniert von dem Kurzfilm The Beauty von Pascal Schelbli, der den Zuschauern mit eindrucksvollen Visual Effects das Thema Meeresverschmutzung nahebringt. Aber auch der Film Anders Essen: Das Experiment von Kurt Langbein und Andrea Ernst, der realitätsnah zeigt, wie jeder einzelne durch die Veränderung seines Essverhaltens Ökosysteme schützen kann, begeisterte die Jugendlichen. So teilen sich nun diese beiden Filme den NaturVision Preis der Jugendjury. (Preisstifter: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg)

NaturVision Kurzfilmpreis

Zum dritten Mal vergibt NaturVision den NaturVision Kurzfilmpreis, gestiftet von der Audi Stiftung für Umwelt. Gewonnen hat den Wettbewerb, der 2020 unter dem Motto „Waldgeflüster“ stand, Traces von Sébastien Pins, der leise und poetisch die Geschichte eines Holzfällers erzählt. Die Kurzfilmjury würdigte auch The Flying Gold of Arabuko mit einem Special Mention. Der Film von John Davies taucht ein in die Geschichte eines illegalen kenianischen Holzfällers und Wilderers, der zum Schmetterlingszüchter wird.

NaturVision Filmpreis Bayern

Um nachhaltige Landwirtschaft, Liebe zu den Tieren und Respekt vor dem Boden geht es in dem Film Aus Liebe zum Überleben von Bertram Verhaag. Er darf sich über den NaturVision Filmpreis Bayern freuen.

Auf zwei Preisverleihungen dürfen die Besucher*innen von NaturVision ONLINE noch gespannt sein: Am Donnerstagabend, 23. Juli 2020 – zum Abschluss des einwöchigen Festivals – werden bei einem letzten PreisRegen die Gewinner des Publikumspreises und des Filmmusikpreises verkündet.

Quelle: NaturVision

Mehr Infos:
NaturVision Festival Map

Bitte weitersagen. Teilen Sie diesen Beitrag.