Drei MFG-geförderte Filme für den Deutschen Dokumentarfilmpreis nominiert

„Blutige Kohle“ von Christopher Stöckle und Paola Tamayo, „The Wall of Shadows“ von Eliza Kubarska und „Helmut Lachenmann – My Way“ von Wiebke Pöpel

Deutscher Dokumentarfilmpreis
Deutscher Dokumentarfilmpreis | Bild: SWR/Monika Maier

Im Rennen um den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2021 sind u. a. drei von der MFG geförderte Filme. Für einen Hauptpreis empfohlen werden insgesamt zwölf Filme, darunter die von der MFG geförderten Dokumentarfilme „Blutige Kohle“ von Christopher Stöckle und Paola Tamayo sowie „The Wall of Shadows“ von Eliza Kubarska. Für den Preis der Opus GmbH für einen Dokumentarfilm aus dem Bereich Musik ist Wiebke Pöpels Film „Helmut Lachenmann – My Way“, gefördert von der MFG, als eine von drei Produktionen nominiert.

„Blutige Kohle“

Ein Großteil seiner importierten Kohle bezieht Deutschland seit vielen Jahren aus dem südamerikanischen Land Kolumbien. Doch an dieser Kohle klebt Blut, viel Blut. El Samario, ein ehemaliger Soldat der paramilitärischen Einheiten in Kolumbien, spricht über die unzähligen Morde, die er im Auftrag deutscher Kohlezulieferer ausgeführt hat. Nun versucht er, bei den Angehörigen der Opfer Vergebung für die Morde zu finden. „Blutige Kohle“ gibt uns einen Einblick in die Psyche eines Auftragsmörders – und die Traumata, unter denen die Angehörigen seiner Opfer leiden.

Der von Domar Film und dem SWR produzierte Dokumentarfilm war Teil der 20. Staffel „Junger Dokumentarfilm“, eine im Jahr 1999 initiierte Zusammenarbeit zwischen SWR, MFG und Filmakademie Baden-Württemberg.

„The Wall of Shadows“

Werden die Götter und Mönche Dir die Sünden vergeben, die Du aus Liebe zu Deinem Kind begehst? Nada Sherpa und seine Frau Jomdoe aus Nepal brechen ein Tabu und besteigen den Kumbhakarna - einen heiligen Berg im Himalaya. Sie tun dies, um das Schulgeld für ihren Sohn zusammen zu bekommen und ihn so vor dem gefährlichen und menschenunwürdigen Schicksal eines Lastenträgers zu bewahren. Die Nordflanke des Bergs, bekannt als „Wall of Shadows“ (Wand der Schatten), ist eine der größten Herausforderungen des heutigen Alpinismus. Nada ist der beste Hochträger der Region und der einzige, der dem Team von internationalen Bergsteigern helfen kann. Für diese wiederum sind die Belange der Ureinwohner reine Nebensache. Ihr Ziel sind einzig allein Ruhm und Anerkennung.

„The Wall of Shadows“ wurde realisiert von der CorsoFilm- und Fernsehproduktion in Ko-Produktion mit Braidmade Films, Tilt Production und dem ZDF, in Zusammenarbeit mit ARTE.

„Helmut Lachenmann – My Way“

Der u. a. von den Berliner Philharmonikern, Musik der Jahrhunderte Stuttgart e. V. und Breitkopf & Härtel unterstützte „Helmut Lachenmann – My Way“ von Wiebke Pöpel, produziert von deBunt Film in Ko-Produktion mit dem SWR, hat Chancen auf den mit 5.000 Euro dotierten Preis für einen Dokumentarfilm im Bereich Musik.

Der sehr persönliche Film nähert sich der Musik und seinem Protagonisten auf sinnliche und humorvolle Weise. Er zeigt Helmut Lachenmann bei der Probenarbeit mit Musikern und Dirigenten. Er lässt uns teilhaben an den Gedankenwelten dieses außergewöhnlichen Künstlers, an den Abenteuern seines kreativen Schaffens – in einer Lebensphase, in der das Ende zunehmend greifbar wird. Vor allem lebt der Film von der einnehmenden Persönlichkeit des Komponisten selbst, der uns mit seiner zugewandten Art, seiner Selbstironie und seinem schwäbischen Humor ans Herz wächst.

Deutscher Dokumentarfilmpreis 2021

Der Deutsche Dokumentarfilmpreis wird auch in diesem Jahr traditionell im Rahmen des SWR Doku Festivals in Stuttgart verliehen. Aufgrund der Corona-Pandemie werden alle Filme im Festivalzeitraum vom 16. bis 19. Juni 2021 sowie die Preisvergabe am 18. Juni 2021 online präsentiert.

Gemeinsam mit dem SWR vergibt die MFG seit 2009 den Deutschen Dokumentarfilmpreis (zuvor Baden-Württembergischer Dokumentarfilmpreis), seit 2017 im Rahmen des jährlich stattfinden SWR Doku Festivals. Neu in diesem Jahr sind der Ehrenpreis für das Lebenswerk sowie der Publikumspreis der SWR Landesschau, gestiftet von der Landesanstalt für Kommunikation und der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg. Der Hauptpreis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird von SWR und MFG gestiftet.

In der Pressemitteilung des SWR vom 6. Mai 2021 sind alle Nominierungen für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2021 enthalten.

 

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